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Sekundärliterarische Reihe 55
Fantasia 185
130 Seiten
Paperback A5, 2005-04
EUR 8,00
ISBN 978-3-932621-78-9
Bestellung: edfc@edfc.de (nur auf Rechnung – bitte Anschrift angeben)


R. Gustav Gaisbauer, Hrsg.,
unter Mitarbeit von
Beata und Jacek Rzeszotnik
Phantastische Filmwelten
Sechster Kongress der Phantasie
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Hundert Jahre nach Georges Méliès ist der phantastische Film so lebendig wie nie zuvor. Herr der Ringe und Matrix sind aus den Kinoprogrammen nicht mehr wegzudenken. Harry Potter hat nicht nur die jugendlichen Leser und Zuschauer für sich gewonnen. Es vergeht fast keine Woche, ohne dass ein neuer phantastischer Film in die Kinos gelangt, und altbewährte Serien wie Star Trek fesseln weiter ihre Fans.
    Mit dem sechsten Kongress der Phantasie nähert sich der EDFC dem komplexen Phänomen "phantastischer Film" in seinen vielen Facetten an. Zeitreisen und barbarische Welten, Aliens und der Rote Planet Mars, Spinnen und andere Motive und Themenstränge kommen ebenso zur Sprache wie herausragende Werke von Fantasy-Film-Klassikern bis zu Solaris, aber auch Serien wie Babylon 5 oder Raumpatrouille.
    Im Hintergrund geht es stets auch um die Wechselbeziehungen zwischen den Medien. Während in den Frühzeiten z. B. in der klassischen deutschen Film-Phantastik der zwanziger Jahre vorwiegend literarische Werke oder Motive aus der Literatur mit den Mitteln des neuen Mediums umgesetzt wurden, scheint sich die Beziehung in den letzten beiden Jahrzehnten zumindest partiell umgedreht zu haben. Der Film wird zum Leitmedium: Immer häufiger gibt es "Novelizations" von Filmen, Autoren greifen mehr und mehr Motive auf, die dem breiteren Publikum aus Filmen bekannt sind, die Filmästhetik wirkt mehr und mehr auch auf die Literatur.
    Der Ehrengast des Kongresses und Träger des Fantasypreises 2004 Rainer Erler verkörpert als Autor und Filmemacher wie kaum ein anderer die „Grenzgängerei“ zwischen phantastischer Literatur und phantastischem Film.
    Phantastische Filmwelten präsentiert die Vorträge des Kongresses in gedruckter Form.

Über die Herausgeber:

    R. Gustav Gaisbauer, Jahrgang 1945, Eisenbahnbeamter i. R., verheiratet, Vater einer Tochter. Seit der Vereinsgründung 1978 Erster Vorsitzender des Ersten Deutschen Fantasy Clubs e. V., Veranstalter der Kongresse der Phantasie und Herausgeber der zugehörigen Festschriften: Erster Kongress der Phantasie (1986), Zweiter Kongress der Phantasie (1989), Dritter Kongress der Phantasie (1993), Traditionslinien der deutschen Phantastik. Der vierte Kongress der Phantasie (1997).

    Beata Rzeszotnik (Wolczyn/Konstadt, Polen), 1985–1991 Germanistik- und Niederlandistikstudium an der Universität Wroclaw/Breslau, Abschluss mit der Magisterarbeit "Die Entstehung des Afrikaans". 1991–1994 Deutschlehrerin in einer Oberschule, seit 1994 didaktische Mitarbeiterin und Lektorin für Deutsch am Institut für Internationale Studien der Fakultät für Sozialwissenschaften an der Universität Wroclaw/Breslau. Besonderes Interesse an deutscher und niederländischer Kultur (Film und Architektur) sowie dem Bildungssystem (Schulwesen) in Deutschland, Belgien und den Niederlanden.

    Dr. Jacek Rzeszotnik, (1967, Kluczbork/Polen), 1986–1991 Studium der Germanistik an der Universität Wroclaw/Breslau. Abschluss mit der Arbeit: Menschen, Mutanten, Maschinen und Fremdwesen. Konfliktsituationen im literarischen Schaffen von Ernst Vlcek. Seit 1990 (noch als Student) wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Moderne Deutschsprachige Kultur- und Literaturgeschichte am Germanistischen Institut (Universität Wroclaw/Breslau). 1998 Promotion mit der Arbeit Literarische Kommunikationsstrategien. Zum Bestsellerroman und dessen Autoren in der zweiten Hälfte des 19. und des 20. Jahrhunderts am Beispiel von Karl May und Johannes Mario Simmel (Corian Verlag Heinrich Wimmer, Meitingen 2000). Bücher, Aufsätze und Rezensionen zur modernen populären Literatur. Mitarbeiter einiger literatur- und sprachwissenschaftlicher Zeitschriften, diverser Lexika und der Heyne-Science-Fiction-Jahrbücher. Herausgebertätigkeit: Österreich-Bibliothek. Mitherausgeber der Universitätszeitschrift Annäherungen Polen-Deutschland. Mitglied des literarischen Beirats des EDFC. Jüngstes Werk: Ein zerebraler Schriftsteller und Philosoph namens Lem. Zur Rekonstruktion von Stanislaw Lems Autoren- und Werkbild im deutschen Sprachraum anhand von Fallbeispielen (Universitätsverlag, Breslau 2003).